Bitte rechts abbiegen!

Rush Hour. Auto an Auto und ich muss links abbiegen um an mein Ziel zu kommen. Wenigstens gibt es eine Abbiegespur um den nachfolgenden Verkehr nicht zu behindern. Was leider das „Mitgefühl“ des gegenwärtigen Verkehrs nicht gerade erhöht, mir eine kleine Lücke zum Abbiegen zu lassen. Immerhin kann ich die Zeit zum Nachdenken nutzen… „Gibt es keinen anderen Weg?“ denke ich mir und darauf gibt es eigentlich nur eine Antwort: Den UPS-Weg!

Der Paketdienst UPS hat vor mehr als 10 Jahren für seine Fahrer die Regelung aufgestellt, das links abbiegen zu vermeiden und die Touren entsprechend zu planen. Jahre später entwickelte der Konzern dann ein neues hochkomplexes IT-gestütztes Planungssystem um die Routen für die Fahrer elektronisch optimiert zu berechnen. Dabei wollte man natürlich auch Wissen was dran ist an der zuvor aufgestellten These „links abbiegen heißt Verkehr kreuzen, was Zeit kostet und unfallgefährlich ist“. Und erwartungsgemäß bestätigte sich, dass Routen die soweit möglich nur aus Rechtsabbiegungen besteht, am effizientesten sind.

Später nahm sich auch die US-Dokureihe „MythBusters“, die auf anschauliche Weise versucht Mythen und andere „Alltagssagen“ aufzuklären, dem Thema an. Hierzu wurden durch die Innenstadt von San Francisco festgelegte Stationen abgefahren, also eine Tour zur Paketauslieferung simuliert. Einmal auf kürzester Route, einmal durch reines rechts abbiegen. Und auch hier zeigte sich, dass im Vergleich die Route „rechts herum“ zwar eine längere Fahrtstrecke aufwies, aber weniger Sprit benötigte. Dies war auch eine Erkenntnis von UPS, so dass der Konzern auf diesem Weg effizienter unterwegs ist.

Die Kurzzusammenfassung der „MythBusters“ ist hier zu sehen (in Englisch):

Sicherlich, das Fahrprofil eines Paketdienstes entspricht nicht dem eines normalen Autofahrers. Aber dennoch ist die Idee dahinter interessant und wäre sicherlich auch in Navigationssystemen in bestimmten Situationen gut aufgehoben.

Wenige Tage später, wieder Rush Hour, ich möchte Links entlang, fahre jedoch an der Kreuzung rechts, hundert Meter weiter durch den Kreisverkehr und gelange so problemlos in meine gewünschte Richtung. So geht auch Sprit sparen wie ich nun weiß.

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Wie der derzeit günstige Spritpreis zum Energiesparen herhalten soll – oder nie wieder günstig tanken?

Man könnte sagen: Wir hatten ja davor gewarnt! Nur, der neueste Vorstoß kommt nicht wieder von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), sondern von SPD-Chef und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel. In seinem „Grünbuch Energieeffizienz“ stellt das in seiner Verantwortung stehende Bundeswirtschaftsministerium Thesen und Leitfragen zusammen, wie es sich vorstellt, zukünftig weiter Energie zu sparen.

Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie (BMWi), © BMWi

Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie (BMWi), © BMWi

An sich eine gute Sache. Nur man kann es sich schon fast denken: Der wohl beliebteste Stellhebel ist wieder einmal der Preis. Konkret wird in These 4 (von insgesamt 14) sehr blumig formuliert, dass aus den „verringerten Anreize für das Energiesparen, die sich aus den derzeit niedrigen Energiepreisen ergeben“ eine „Notwendigkeit“ zur Handlung besteht. Konkret beispielsweise im Sinne von „Preissteuerung, Mengensteuerung und Ordnungsrecht“.

Mit anderen Worten kann man auch sagen, der Spritpreis wird staatlich verordnet auf einen hohen Betrag festgesetzt, mit der Argumentation das damit Anreize zum Sprit sparen geschaffen werden. Günstig tanken? Fehlanzeige. Ist das eine freie Marktwirtschaft? Wir haben unsere Zweifel!

Auf der Webseite zum „Grünbuch Energieeffizienz“ besteht die Möglichkeit die einzelnen Thesen im Detail nachzulesen, zu bewerten und Kommentieren.

An dieser Stelle möchten wir noch einmal an die heutige Zusammensetzung des Spritpreises erinnern. Rund 70% des an der Tankstelle zu zahlenden Preises entfallen auf Abgaben wie Mehrwertsteuer, Ökosteuer oder die Energiesteuer. Wo soll diese Reise bloß noch hinführen?

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Zusätzliche Benzinsteuer oder nicht – die Gefahr des günstigen Spritpreis

© CDU/Laurence Chaperon (Anpassung PSTU)

© CDU/Laurence Chaperon (Anpassung PSTU)

Auch wenn Schäubles zusätzliche Benzinsteuer zur Finanzierung der Schuldenkrise mittlerweile vom Tisch ist – der Vorstoß des Bundesfinanzministers zeigt, dass der aktuell niedrige Spritpreis durchaus politische Begehrlichkeiten wecken kann.

Der Ölpreis wird seit jeher für allerhand politische und wirtschaftliche Spielchen genutzt – zu meist zu Lasten der Verbraucher. Die aktuelle Situation an den globalen Märkten darf da gerne als Ausgleich gesehen werden. Und trotzdem: Der Großteil des Spritpreises machen nach wie vor Steuern aus, wie die folgende Tabelle zeigt:

Zusammensetzung des Benzinpreises (Super E10) in Deutschland bei einem Preis von 1,199 Euro pro Liter (Stand: 21. Januar 2016)
Betrag in Cent/l Anteil am Gesamtpreis (in %)
Abgaben (MWSt, Ökosteuer, Energiesteuer, EBV) 84,9 71
Wareneinstand/Produktpreis 31 26
Kosten 4 3

Alle weiteren Informationen zur Statistik finden Sie auf Statista

Julia Klöckner, CDU-Spitzenkandidatin in Rheinland-Pfalz, konterte Schäubles Vorstoß, dass es nicht einzusehen ist, dass Pendler für das Flüchtlingsdrama „die Zeche zahlen sollen“ – und dieser Aussage wollen wir an dieser Stelle nichts hinzufügen…

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Guter Sprit, schlechter Sprit

Nein, es geht nicht um die Frage: Markentankstelle oder freie. Auch nicht um Alkoholisches – das gleich vorne Weg. Die Frage ist vielmehr: Wofür ist das Benzingeld gut angelegt, wofür weniger. Stau beispielsweise. Zäher Stadtverkehr. Das ist eine schlechte Investition für Sprit. Meiner Meinung. Autobahn? – Geht so. Aber wie wär’s mit…

…Island?!

Endlose Straßen, wenig Verkehr, Geschwindigkeitsbegrenzung 90 km/h bzw. 80 auf Schotterpisten. Kein Rasen, einfach fahren. Landschaft genießen, Kurven, Serpentinen und einspurige Brücken. Hier gibt es keinen Stau und auch mal 30 Kilometer lang kein anderes Auto. Nur Straße, Landschaft und das eine oder andere Schaf am Straßenrand (aufpassen!).

Islands Ostfjorde

© CMO

Das ist, wie ich finde, wirklich gut angelegtes Spritgeld. Und ausnahmsweise auch mal ohne Spritpreiskontrolle.de, denn Tankstellen gibt es wenige, da tankt man was man kriegen kann. Und der Preis ist fast auch überall der gleiche. Ganz im Gegensatz zu Deutschland…

In diesem Sinne, gute Fahrt!

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Spritspar-Duell für LKWs

Wer glaubt, Spritverbrauch ist nur bei PKWs von Interesse, der vergisst garantiert die tausenden von LKWs, die Jahr für Jahr Millionen von Kilometern auf unseren Autobahnen zurücklegen.

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© Daimler AG

Diesen Sachverhalt nutzt nun Daimler für eine Probefahrtaktion mit dem neuen Mercedes-Benz Actros. Beim Fuelduel wird der Fuhrpark von Speditionen für 2 bis 3 Wochen um einen neuen Actros ergänzt. Via Telematik wird der Kraftstoffverbrauch ausgewertet und das Fahrverhalten analysiert.

Die Website von Fuelduel gibt sich selbstbewusst, dass der neue Actros besser abschneidet als die Konkurrenz – möglicherweise hatte die das Thema Kraftstoffeinsparung bei LKWs einfach noch nicht so auf dem Schirm wie Mercedes. Wenn man sich überlegt, wie viele Kilometer Lastwagen Jahr für Jahr zurücklegen, ist das aber zweifellos sinnvoll.

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Berlin, München, Stuttgart – Tanke immer günstig in deiner Stadt!

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Via Twitter bekommst du jetzt regelmäßig Hinweise auf die günstigsten Spritpreise in deiner Stadt – bei mehreren gleichen Preisen bei unterschiedlichen Tankstellen entscheidet der Zufallsgenerator.

Zum Start bieten wir diesen Service für Berlin, München und Stuttgart an. Folge uns jetzt gleich und empfehle uns weiter – über einen Retweet, wo aktuell günstig getankt werden kann, freuen sich deine Follower!

Folge für die günstigsten Spritpreise in Berlin tanken Berlin oder besuche unsere Special-Seite,
für München tanken München (Special-Seite München) oder
für Stuttgart tanken Stuttgart (Special-Seite Stuttgart).

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E10- vs. E5-Sprit: Was für Oldtimer gut genug ist, sollte neuen Autos nicht schaden

© PSTU

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Seit der Einführung genießt der alkoholhaltigere E10-Sprit alles andere als ein hohes Ansehen bei einer Vielzahl von Autofahrern. Obwohl einige Cents pro Liter günstiger, greifen viele Autofahrer zum bewährten E5-Super.

Eigentlich unverständlich, wie Spezialisten des Oldtimermagazins ‚Oldtimer Markt‘ festgestellt haben:
Das Resümee der praktischen Erfahrung spricht eine klare Sprache – bis heute gibt es „keinerlei Zwischenfälle, die auf den E10-Kraftstoff zurückzuführen“ sind. Bei Labortests schnitt der E10-Sprit teilweise sogar besser ab: So zeigte ein in Benzin eingelegter Vergaser bei E10 weniger Korrosionsspuren als bei E5. Bei Gummileitungen, mit denen ebenso verfahren wurde, zeigte sich noch ein deutlicheres Bild zu Ungunsten des vermeintlich besseren E5-Kraftstoffs, der den Gummi weitaus stärker angriff.

Eigentlich also alles klar – trotzdem wird sich die E10-Akzeptanz nicht von heute auf morgen reformieren. Dafür war die Aufklärungsarbeit bei der Einführung von E10 viel zu nebulös.

Der vollständige Beitrag zur Bilanz E10- vs. E5-Sprit findet sich in Ausgabe 7/2014 von ‚Oldtimer Markt‘.

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Effiziente Autos rechnen sich auf Dauer allemal!

„Auf einen halben Liter hin oder her kommt es doch nicht an“, so eine verbreitete Argumentation, wenn es um den Verbrauchsvergleich unterschiedlicher Fahrzeuge oder Tipps zum effizienten Fahren geht. Wie so häufig im Leben ist das eine Frage der Perspektive…

Wie eine aktuelle Untersuchung der Duke University North Carolina aufzeigt, verschwindet diese „Egal-Haltung“, wenn man Verbrauchsunterscheide auf die gesamte Nutzungsdauer eines Fahrzeugs bezieht. Angenommen, das neue Auto soll rund 160.000 km genutzt werden – bei einem angenommenen Spritpreis von 1,50 Euro pro Liter und zwei alternativen Autos mit einem Verbrauch von vier Litern (Kosten: 9.600 Euro) oder sechs Litern (Kosten: 14.400 Euro) auf 100 Kilometer, ergibt sich über die Nutzungsdauer ein Kostenunterschied von fast 5.000 Euro!
Eine ähnliche Rechnung ließe sich für die Effekte spritsparender Fahrweise aufstellen – an dieser Stelle sei auf unsere Tipps zum Sprit sparen verwiesen.

Eines steht jedenfalls fest: Mit einer Mischung aus effizientem Auto und vorausschauender Fahrweise lässt sich die Familienkasse gewaltig entlasten!

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In eigener Sache: WE ARE LIVE!

Von nun an können die deutschlandweiten Spritpreise ganz einfach auf spritpreiskontrolle.de recherchiert werden.

Nutzt uns und empfehlt uns weiter!

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Mercedes-Benz C-Klasse mit Air Panel – Spriteffizienz ist in!

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© Daimler AG

Mercedes-Benz macht die C-Klasse dicht – das Air Panel ist ein Jalousie im Kühlergrill der neuen C-Klasse, welche die Durchströmung senkt und dadurch die Aerodynamik der schnittigen Mittelklasselimousine verbessert. Dadurch sollen 0,1 Liter Sprit auf 100 km eingespart werden. Die Diskussion „Dieser Aufwand für so wenig Spritersparnis?“ ist da natürlich vorprogrammiert!

Optische Gimmicks bei Autos sind ein Abbild der automobilen Sehnsüchte und hatten in der Vergangenheit hauptsächlich mit Geschwindigkeit und Sportlichkeit zu tun. Das Air Panel ist ein schönes Beispiel dafür, das an dieser Stelle ein Veränderungsprozess im Gange ist: Das neue „Größer-Schneller-Weiter“ des Automobils ist die Spriteffizienz! 0,1 Liter Sprit hin oder her – wenn der Gasfuß des Fahrers mitmacht, dann klappt es bestimmt mit der Ersparnis! Wie gesagt: ganz neue Herausforderungen in der Autowelt…

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